Eifersucht sei die schwarze Schwester der Liebe, heißt es. Dem vergrübelten Einzelgänger Hannes Jensen wird seine Eifersucht beinahe zum Verhängnis.
Bei einem Aufenthalt in Berlin lernt der Brügger Kriminalist im Vorruhestand Lea, eine so hübsche wie eigenwillige Frau kennen und verliebt sich – zu seiner eigenen Überraschung – Hals über Kopf in sie.
Jensen, der sonst gerne und oft über die grundsätzliche Bindungsunfähigkeit des Menschen philosophiert, fühlt sich vor allem von der Aura des Rätselhaft-Verschlossenen angezogen, die Lea umgibt. Was er nicht ahnen kann: Lea gibt sich nicht ohne Grund so verschlossen. Diverse Menschen suchen nach ihr.
Als Neueinsteiger in der Liebe ist Hannes Jensen ganz schnell auch der Schattenseite der Leidenschaft ausgesetzt. Überall meint er Indizien dafür zu sehen, dass noch ein zweiter Mann in Leas Leben eine Rolle spielt. Jensen steigert sich dermaßen in seine Verdächtigungen hinein, dass er, der einst ein guter Ermittler war, nicht in der Lage ist, das eigentliche Geheimnis zu lüften, das Lea umgibt. Schlimmer noch: Jensen ist so blind vor Eifersucht, dass er die Frau, die er liebt, nicht wirklich schützen kann …
In seinem neuen Roman Er erweist sich der Träger des deutschen Krimipreises Linus Reichlin erneut als genialer Gratwanderer zwischen den Genres. In einem mitreißenden Spannungsroman widmet er sich einem Phänomen, das denjenigen, den es trifft, an seine Grenzen führt: der Eifersucht.
